„Corona“ – Wenn Menschen sich dressieren lassen

Ich war vor einigen Tagen Zeuge einer sehr bizarren Veranstaltung. Und, nein, ich war nicht einem Sado-Maso-Club oder etwas ähnlichem. Die dürften sowieso geschlossen sein. Schlimmer: Die Schule, an der ich meine Brötchen verdiene, lud zu einer Dienstbesprechung vor. Was ich dort sehen durfte, war in der Tat harter Tobak.

Bereits der Eingangsbereich der Schule war mit einem Bauzaun so arrangiert, dass man die Schule nur durch eine einzige Tür betreten konnte. Dort wurde man von der FSJlerin handverlesen durch eben diese Tür in das Foyer gelassen. Es war fast wie früher in der Disco, nur dass keine Musik lief und es nicht verraucht war.

Drinnen waren schon einige Kollegen versammelt. Die Hälfte hatte sich irgendetwas Textiles vor Mund und Nase gebunden. Bei manchen sah dieses Textil einem Topflappen übrigens nicht unähnlich. Gummihandschuhe waren auch zu sehen. Offenbar leben wir in einem Hochrisikogebiet, da muss alles herhalten, was halbwegs Erfolg verspricht, einen mikrobiologischen Megakiller namens SARS-CoV-2 abzuhalten.

Oder ich hatte einfach nur und aus Versehen ein Biowaffenlabor betreten. Könnte ja auch sein. Ich war mir einen Moment unsicher.

Nach kurzem Überlegen wurde mir aber klar, dass es kein Labor eines durchgeknallten „Dr. Seltsam“ sein konnte. Denn es wurde mehrfach auf „Handhygiene“ hingewiesen („Dr. Seltsam“ tut das, glaube ich zumindest, nicht). So verstand ich, dass der Spuk etwas mit „Corona“ (s. o. !), also dem Atemwegsvirus, zu tun haben musste, das derzeit unser Land beherrscht. Allerdings primär in den Medien und der Politik. Es wird nämlich schwierig, bei einer Prävalenz von 5 Infizierten auf 10.000 Einwohner einen „Coronakranken“ live zu treffen. (Ergänzung 11.05.2020: von 160.000 Einwohner noch 11 infiziert => Prävalenz 0,008%. So sieht eine echte „Pandemie“ aus!)

Also beruhigte ich mich etwas: Anthrax-, Pest- oder Cholerabakterien oder andere Biokampfstoffe waren hier nicht zu befürchten. Nochmal knapp mit dem Leben davongekommen. Wenn nur SARS-CoV-2 nicht wäre!


Und dann kam es noch dicker: Die üblichen Wichtigmacher hatten es (erwartungsgemäß) besonders eifrig mit dem Tragen von Gesichtstextil. Ich hatte schon vorher gewettet, wer hier denn nun den Ober-Corona-Jäger geben würde, und ich lag zu 95% richtig. Profilneurotiker nach vorne! Ganz nach vorne, bitte!

Denn so ein von oben verordneter Ausnahmezustand bietet bestimmten Zeitgenossen viel Raum, ihre drückenden Unterlegenheitsgefühle durch demonstrativ systemkonformes Handeln zu kompensieren. Oder es zumindest zu versuchen. Man sammelt überdies Fleißkärtchen ein, was später sicher seitens der Schulleitung goutiert wird. Besonders wichtig, wenn man mal ein Pöstchen oder Privilegien, und sei es nur ein „guter“ Stundenplan, ergattern will.

Ungeahnte Kreativität wurde freigesetzt: Ein Herr erbot sich sogar, die Frequenz was den Zutritt zur Herrentoilette betrifft, zu regeln. Und zwar dergestalt, dass pro Zeiteinheit immer nur einer die gesamte Toilette (immerhin 2 Sitz- und 4 Stehkeramiken) okkupieren darf. Angedacht war ein Schild („Frei/Besetzt“) das entsprechend umgedreht dem Eintrittswilligen signalisiert, ob er nun „kann“ oder ob der Inhalt von Blase oder Darm nun in die Hose entlassen werden muss, weil ein anderer potentieller Virusträger die Keramiken okkupiert.

„Hurra, wir haben einen Toilettensherrif!“, war mein erster Gedanke. Ob der Kollege auch hinterher, nachdem einer sein „Geschäftchen“ verrichtet hat, das Toilettenpapier (was übrigens wieder in beliebigen Mengen im hiesigen Einzelhandel verfügbar ist) nachbestückt, so dass immer genug Analzellulose vorhanden ist?

Auf jeden Fall ist jetzt, im Sinne der konsequenten Abwehr einer tödlichen Infektionsbedrohung, sichergestellt, dass pro Zeiteinheit immer nur einer „Pipi“ oder „AA“ machen kann. Nicht, dass es noch zum Austausch von Virenmaterial kommt, während man pieselt. Ich bin beruhigt. Aber über das Thema „Ich habe Durchfall und Du musst nur ‚Pipi‘, wer darf jetzt vor?“ müsste eine Gesamtkonferenz befinden. Die finden aber momentan nicht statt. Ein weiteres Riesenproblem.

Auch vor dem Betreten des Schulgebäudes gab es schon einiges an Verhaltensauffälligkeiten: Einige Kolleg*INNEN waren wohl so besorgt, dass sie den dekorativen Mundschutz schon auf dem Parkplatz anlegten. Vielleicht sollten sie sich mal aus berufenem Munde (z. B seitens des Weltärztepräsidenten Frank Ulrich Montgomery) erklären lassen, dass so ein „Mundschutz“ sowieso einigermaßen sinnlos ist.

Auch der sog. „Sicherheitsabstand“ wurde extremst eingehalten. Der Mitmensch wird offenbar gerade zur tödlichen Bedrohung für seinen Nächsten. „Hau ab! Ich will leben!“ ist das Leitmotiv im Frühjahr 2020. Gibt es eigentlich Hula-Hoop-Reifen mit einem Durchmesser von 3 Metern? Ich würde ein paar ca. 1,5m lange Speichen einbauen (die Hälfte meines überschaubaren Bauchdurchmessers ziehe ich ab!) und mir das Teil dann um den Bauch binden. Damit ist der erforderliche „Sicherheitsabstand“ jederzeit gewahrt. Ich komme dann zwar durch keine Tür mehr durch, aber das ist, vulgo, scheißegal.

Ja, und was darf man denn nun hinter der von oben verordneten Coronapanik vermuten?

Es soll Angst verbreitet und Panik geschürt werden. Das Verursachen eben dieser Angst und Panik und die nachfolgende zur Abwehr der ex cathedra verkündeten Todesgefahr eingeforderte kollektive Unterwerfung unter Maßnahmen, deren Unsinnigkeit so derartig überzogen und grotesk ist, scheint seitens der Obrigkeit das vorherrschende Ziel zu sein.

Im Schulsystem gelingt das Unterfangen besonders gut, denn Lehrer gehören nicht gerade zu jenen, die dazu neigen, die Sinnhaftigkeit des Handelns einer Obrigkeit kritisch zu hinterfragen. Im Gegenteil: Sie begreifen sich selbst in vorauseilendem Gehorsam oft als Teil dieser Obrigkeit. So wie jener Kollege mit dem Pieselschild, der nun auch endlich mal „etwas zu sagen“ hat.

Man will in Zusammenhang mit der „Pandemie“ (Kurzerklärung: „Pandemie“ = weltweite Epidemie, Epidemie bedingt u. a. sehr hohe Fallzahlen in kurzer Zeit) , die gar keine ist, wohl definitiv austesten, wie weit man Menschen bringen kann, wenn man ihnen suggeriert, dass nun unmittelbar der Tod sie bedroht. Menschen, um deren Mündigkeit man sich ernsthafte Sorgen machen muss. Was bei „Klima“ nicht funktioniert hat, also die freiwillige Unterwerfung unter einschränkende Maßnahmen wegen einer vermeintlich „alternativlosen“ Sache, bringt man nun das Leben des Individuums ins Spiel. Und da hört bei vielen Menschen der Spaß auf, da wird gemacht, was gesagt wurde.

Je sinnloser dann die Dinge sind, die man seitens der Herrschenden abfordert und je mehr seitens der Untertanen diesem Unsinn entsprochen wird, desto weiter gehen eben diese Herrschenden beim nächsten Schritt. Es wird noch einiges kommen, so steht zu befürchten. Das Ganze ist wohl eine abgewandelte Form des Milgram Experiments.

Wenn man einen Schritt weiter denkt, fragt man sich natürlich auch: Wie müssen sich Schüler fühlen, die in einen solchen Hochsicherheitstrakt eintreten? Einlasskontrolle, obligate Händedesinfektion, nur einen gekennzeichneten Aufgang benutzen, immer schön hintereinander gehen, stets den „Sicherheitsabstand“ einhalten, bla-bla-bla. Apropos „hintereinander gehen“: Kennt jemand noch die Schülerkolonnen aus dem Film „The Wall“ von Pink Floyd?

Ob es überhaupt verantwortbar ist, junge Menschen in solch einen Hochsicherheitstrakt einzulassen, halte ich für fraglich. Gerade jüngere Schüler der Unterstufe bekommen hier höchstwahrscheinlich erst einmal einen Schock, wenn sie nicht mehr ihre gewohnte Schule sondern einen offenkundigen Gefahrenbereich betreten. Dass von jenen, die diesen Unsinn angeordnet haben, offenbar keiner über einen derart einfachen Sachverhalt nachgedacht hat, zeigt mir, dass wir keine „Corona“-Krise sondern vor allem eine Intelligenzkrise haben. Manche Menschen (insbesondere Politiker) vermögen es offenbar nicht einmal mehr, bis zur allernächsten Ecke zu denken.

Besonders interessant ist übrigens, dass viele Lehrer, welche ihren Schülern immer gerne den Film „die Welle“ zeigen und vor faschistoidem Unterwandern ganzer Gruppen durch vermeintliche Autoritäten warnen, nun willig mitmachen bei einer ganz anderen „Welle“. Hauptsache, die Anweisung für diesen Unsinn kommt von oben. Dann ist es ja in Ordnung.

Am Ende steht wie immer, ein Erkenntnisgewinn: Eines können wir Deutschen immer noch ganz hervorragend: Die Hacken zusammenreißen und „Jawohl!“ brüllen, wenn „die Obrigkeit“ es fordert. Egal, was für ein Unsinn einem abverlangt wird. So gesehen haben wir uns nicht besonders weit von Heinrich Manns „Untertan“ entfernt. Wir glauben es nur. Es ist eine Illusion.

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