Alexander Schweitzer (SPD): Wenn der Herr Fraktionsvorsitzende unleidlich wird

Alexander Schweitzer von der SPD dürfte für die regelmäßigen Leser dieses Blogs kein Unbekannter sein. Mal betätigt er sich als Werbeträger für das Logo der linksradikalen und verfassungsfeindlichen „Antifa“, mal versucht er, seinem Schwager einen neuen Job zu beschaffen. Und genau die letztgenannte Sache scheint dem Mann immer noch irgendwie unangenehm zu sein. Denn er hat doch ganz offenkundig, wie ich heute „live“ feststellen konnte, ein kleines Problem mit diesem Teil seiner Vergangenheit. Aber der Reihe nach:

Schweitzer spielt hier in der Südpfalz die Rolle des „politischen Platzhirsch“. Da ist es wohl mehr als eine Pflichtübung, beim Schulfest eines großen Schulzentrums im Landkreis aufzutauchen und vor Ort sich, seine Partei und die überaus wichtige Funktion, die der Mann innehat, zu präsentieren. „Smalltalk“ und „Ringelpiez mit Anfassen“ sind bekanntermaßen für einen „bodenständigen“ Politiker wichtige Kommunikationsaufgaben, um sich die Wählerschaft gewogen zu machen. Und, quasi als netter Nebeneffekt, wird man natürlich pflichtschuldigst hofiert, denn „man“ hat ja was zu sagen. So lässt man sich denn von der Schulleitung durch die heiligen Hallen führen (nebst dem Namensgeber des Schulzentrums) und fühlt sich wichtig.

Weniger schön ist es dann, wenn man auf der gleichen Veranstaltung unaufgefordert mit unangenehmen Dingen konfrontiert wird. Das kann einem dann die eigene Laune schon mal massiv verderben. Besonders wenn jemand von den „bösen Rechten“ peinliche Fragen stellt. Einfach weil es einen interessiert, mal Informationen aus erster Hand zu bekommen und der Mann einfach mal vor Ort ist. Auf facebook hat er mich ja schon vor Jahren gesperrt, offenbar waren ihm meine kritischen Kommentare und Fragen nicht gelegen. Da kann ich also nicht fragen.

So kam es also, dass Herr Schweitzer heute durch die Vorhalle der Schule streifte, an einem Stand vorbei kam, wo ich auf der Bank saß, und von mir mit folgender einfachen Frage konfrontiert wurde:

Hallo Herr Schweitzer, wie geht es eigentlich Ihrem Schwager? Hat er jetzt einen Job?

Zum Verständnis der Frage setze ich 2 Dinge voraus:

a) Herr Schweitzer hatte vor einigen Jahren einen sehr dummen Anruf getätigt, um seinem Schwager einen Job zu verschaffen (Link). Herr Schweitzer hatte sich dadurch nicht unerhebliche politische Probleme eingehandelt. Denn derlei Vetternwirtschaft ist selbst in Rheinland-Pfalz nicht unproblematisch.

b) Ich neige dazu, anderen Leuten Fragen zu stellen. Vor allem unbequeme. Besonders dann, wenn sie durch Fehlverhalten aufgefallen sind.

Gut, jetzt hätte er antworten können: „Dem Schwager geht es gut und ich habe damals einen Fehler gemacht, tut mir leid, war wirklich dumm von mir!„. So würden vernünftige Leute reagieren. Leute, die in der Lage sind, sich und ihr Verhalten zu reflektieren. Dann wäre meine ironisch/sarkastische Fragestellung übrigens vollkommen ins Leere gelaufen und die Sache wäre erledigt gewesen.

Allerdings ist Schweitzer offenkundig nicht der Mann, der extensiv nachdenkt. Seine Talente liegen wohl in anderen Bereichen. Man sah sofort, dass er mit der Frage ein Problem hatte. Was tun in der Situation? Genau das, was Politiker dann immer tun: Reden, reden, reden. Auf den Inhalt kommt es dabei nicht an.

Nach einem kurzen Zögern fuhr er also dann die Standardrhetorik auf, die er als Politiker wohl in solchen Situationen gerne nutzt. Die ist allerdings nicht besonders ausgeklügelt. Aber es standen auch keine hohen Erwartungen im Raum.

Rhethoriktrick 1: Wenn eine Frage unangenehm ist und Du da nicht rauskommst, stelle eine Gegenfrage!

und

Rhethoriktrick 2: Greife den Gegner persönlich an!

Die Strategie zu „1“ und „2“ lautete bei Schweitzer, warum ich denn „so nervös“ sei. Er hielt sich offensichtlich für jemanden, der anderen Leuten Angst und/oder Nervosität verursachen kann. Na ja, nervös war ich nicht. Nur maßlos wütend auf Leute wie ihn, die sich mit Kaltschnäuzigkeit aus Affären zu ziehen suchen, nachdem sie ein gravierendes Fehlverhalten begangen haben. Zur Entschuldigung werden ein paar dünngeistige Sätze ins Mikrofon gesprochen und das war’s dann gewesen. Ab zur Tagesordnung!

Und natürlich blieb er die Antwort schuldig. Auch nach mehrmaligen Nachfragen nach dem Erfolg seiner Bemühungen für die Arbeitsaufnahme des Schwagers, versuchte er auszuweichen. Er tat dies allerdings immer noch nicht besonders geschickt.

Nachdem er mich auf diesem Wege nicht dazu bringen konnte, meine lästige Frage zu vergessen, probierte er den nächsten Trick.

Rhetoriktrick 3: Wenn der Gegner hartnäckig ist, lenke vom Thema ab!

In diese Fall bedeutete es, auf ein vermeintliches Sachthema auszuweichen:

„Erklären Sie mir doch mal, was Sie hier machen!“.

Auch dies ein nachgerade „genialer“ verbaler Schachzug. Sich einfach mal unwissend zeigen. Frei nach der Devise „Wer fragt, der führt.“. Ich lasse mich aber nicht gerne führen.

Nun war also ein Strategiewechsel meinerseits angesagt, denn wenn man auf eine Methode bei der Fragestellung nicht weiterkommt, muss man auch mal eine andere Zielrichtung fahren. Geistige Flexibilität ist dann wichtiger denn je.

Folglich wandelte ich das Thema ab. Ich wollte nun wissen, was man denn anstellen müsse, wenn man von ihm einen neuen Job vermittelt bekommen wolle. Und ob dieser „Service“ nur für Familienmitglieder gedacht sei, oder ob den jeder in Anspruch nehmen könne. Der Einwurf war nicht besonders freundlich gemeint, es sei zugegeben, und er traf.

Denn Sekunden danach wurde evident, dass der Mann ein weiteres Problem hat. Er hat sich verbal nicht im Griff. Das Redewerk ist schneller als der nacheilende Verstand. Der Physiker spricht hier von einer „Phasenverschiebung“. Die sollte eigentlich anders herum laufen. Erst denken, dann reden. Seine Antwort lautete:

„Vielleicht brauchen Sie ja bald einen neuen Job.“

Oha, jetzt wurde es aber wirklich interessant. Denn einerseits war dies eine eindeutige Drohung, andererseits war der Mann so töricht, sie vor Zeugen auszusprechen. Und damit meine ich keine Schüler sondern meine neben mir sitzende Ehefrau. Hier wäre Klugheit seinerseits gefragt gewesen. Man sagt gewisse Dinge nicht, wenn mehrere Leute zuhören. Bei einer Person steht im Zweifelsfall Aussage gegen Aussage. Beim Zeugenbeweis wird es schwieriger. Weitaus schwieriger.

Wir lernen, anzuwenden allerdings nur unter Vorbehalt, den Rhethoriktrick 4: Wenn alles nichts hilft, drohe! Sch….egal, was dann passiert. Du zündest gerade die Atombombe. Was danach kommt, ist eh‘ egal.

Halten wir demnach fest: Man sah, der Mann kam mit dem Latein langsam wirklich ans Ende. Denn dann verstieg er sich auch noch dazu, die ganze, in der Presse peinlich ausgebreitete „Anrufaffäre“ in Abrede stellen zu wollen:

„Woher wissen Sie denn das?“

„OK, Facepalm, die Dritte“, dachte ich mir.

„Na, es stand doch in allen Zeitungen“, entgegnete ich. Schweitzer:

„Glauben Sie alles, was in der Zeitung steht?“.

Das war dann wirklich das Ende der geistigen Fahnenstange. Der Mann mag ja höchstens durchschnittlich intelligent sein. OK, sei’s drum. Nicht jeder ist mit dem IQ eines Albert Einstein gesegnet. Aber so blöd kann man eigentlich gar nicht reagieren. Die totale geistige Hilflosigkeit stand vor mir und redete sich gerade um Kopf und Kragen. Eine peinliche Nummer, die dieser „Spitzenpolitiker“ da vollführte. Gott sei Dank, kam dann irgendwann seine Frau und rette ihn, indem sie ihn vom Ort des Geschehens weg zog. Wer weiß, was dieser intellektuelle Überflieger sonst noch über den Sender gelassen hätte.

Ach ja, diese widerlich-dümmliche Penetranz, mit der er auftrat, scheint, wenn man mit Leuten spricht, die hier schon länger wohnen, ein durchgehendes Persönlichkeitsmerkmal des Mannes zu sein. Warum solche Leute wie Schweitzer immer noch gewählt werden, verstehe ich nicht.

So, und jetzt „Heft raus!“ und mitgeschrieben! Wir lernen:

a) Der SPD-Mann Schweitzer scheint offensichtlich dazu zu neigen, seine politischen Einflussmöglichkeiten nutzen zu wollen um Leute einzuschüchtern und/oder für andere Vorteile herauszuschlagen.

b) Kritische Nachfragen zu seinem eigenen (Fehl)Verhalten sind ihm hingegen wenig gelegen. Offenkundig hat er aus der Anrufaffäre nicht den erforderlichen Lerneffekt gezogen. Was mich indes nicht wundert.

c) Wenn er mit unintelligentem, arrogantem und machtherrlichem Auftreten nicht weiterkommt, fängt er an, zu drohen.

9 Kommentare zu „Alexander Schweitzer (SPD): Wenn der Herr Fraktionsvorsitzende unleidlich wird

  1. T. n. Crêpe

    wenn man halt einfach ein nazi ist und nichts besseres zu tun hat…

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    1. Na ja, zumindest bekomme ich als „Nazi“ eine korrekte Orthographie hin. Insbesondere Groß- und Kleinschreibung stellen für mich kein Problem dar. Aber Linke bzw. sog. „Antifanten“ sind ja oft nicht so gebildet. Daher sind Sie nun vollumfänglich exkulpiert.

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  2. T. n. Crêpe

    ich persönlich sehe mich als vertreter der konsequenten kleinschreibung. die im barock eingeführte groß- und kleinschreibung verfügt meinem wissenstand nach über keinerlei vorteile. als mitglied einer partei der alternative, sollte man, wenn man selbst mit alternativen fakten arbeit, auch eine alternative rechtschreibung tolerieren.

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    1. Danke für das ausführliche Bla-Bla. Ihr komisches Selbstbild interessiert mich nicht. *Kopfschüttel*

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  3. FforF

    Die Afd Wähler sind schon ein amüsanter Haufen.
    Wenn man durch bestimmte Fragestellungen nur auf Provokation aus ist beweist das gar nichts.

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    1. Erstens bin ich nicht AfD-Wähler sondern Mitglied. Dass ich die AfD wähle, wird dadurch im logischen Sinne nicht impliziert, ist aber hochwahrscheinlich. 😉

      Zweitens mache ich mir doch gerne einen Spaß, wenn man schon mal die Gelegenheit hat, einen solchen intellektuellen Überflieger wie Herrn Schweitzer mal „live“, in Frabe und „bunt“ vor sich zu haben. Und seine Ausflüchte bzw. seine hilflosen Versuche aus der unangenehmen Diskussion wieder herauszukommen, fand ich dann auch sehr, sehr putzig.

      So viel Hilflosigkeit war selten. Ich wiederhole die Frage nochmal: Wie kann der Mann, der offenbar nur mit derart lausigen Redemitteln aufzuwarten vermag, im politischen Tagesgeschäft bestehen?

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  4. Crêpe Boiiii

    „erstens bin ich nicht zwingend ein trottel sondern afd-mitglied. dass ich ein trottel bin, wird dadurch im logischen sinne nicht impliziert, ist aber hochwahrscheinlich.“

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    1. Inhalt 6. Rechtschreibung 6.Interpunktion 6. Typischer links-grüner Dummfug. Setzen, 6!

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  5. Franz Z.

    Guten Tag Herr Baier,
    zunächst ist es wohl unanfechtbar, dass besagtes Telefonat von Seiten Schweitzer (und
    folglich auch dessen etwas unbeholfene Antwort) in seiner Rolle als Fraktionsvorsitzender
    der SPD doch sehr unangebracht und unprofessionell wirkt. Die rechts-lehnenden Parteien,
    allen voran die AfD, scheinen indes doch allzu oft zu missachten, dass auch sie keineswegs
    in der Position sind, als „Verteidiger des Abendlandes“ auf ihrem hohen Ross zu sitzen.
    Indem sie zum Beispiel Herrn Schweitzer vorwerfen, Propaganda für linksradikale
    Bewegungen zu betreiben, scheinen sie zu vergessen, dass auch die AfD eine nicht allzu
    rühmliche Vergangenheit mit solchen verfassungsfeindlichen Organisationen hat (Stichwort:
    identitäre Bewegung). Des Weiteren scheinen auch sie kein Freund des „extensiven
    Nachdenkens“ zu sein, ansonsten wäre ihnen nämlich in den Sinn gekommen, dass auch
    sie reichlich Gebrauch von besagter und belächelter „Standardrethorik“ machen. Sollten sie
    anderer Meinung sein können sie mir ja bestimmt erklären, was ihre bewusst provozierend
    formulierte Frage nach dem Schwager darstellt, wenn nicht einen (gemäß Rhetorikregel 2)
    Angriff auf die Person des Herrn Schweitzers. Sie werden wohl versuchen, das soeben
    dargelegte Argument zu entkräften, indem sie mir entgegnen, dass Herrn Schweitzers
    Handeln als eine Person der Öffentlichkeit auch von dieser kritisierbar ist. Diese
    Geschehnisse liegen jedoch nicht nur mehrere Jahre zurück, darüber hinaus liegt auch noch
    eine öffentliche Stellungnahme/Entschuldigung des Fraktionsvorsitzenden vor, aus der der
    angezweifelte Lerneffekt wohl doch hervorgeht („Ich ärgere mich sehr über mich selbst“
    Quelle: volksfreund URL:
    https://www.volksfreund.de/region/rheinland-pfalz/sozialminister-schweitzer-zu-vetternwirtsc
    haft-vorwuerfen-ich-aergere-mich-sehr-ueber-mich-selbst_aid-5655391)! Diese mag zwar
    ebenfalls entsprechend unbeholfen ausgefallen sein, jedoch sind diese Tatsachen mehr als
    genug Anlass um zu behaupten, dass sie weniger konstruktive politische Kritik ausüben,
    sondern eher „schlafende Hunde wecken“ und einen Streit anzetteln wollten. Mit
    konstruktiver Kritik scheinen sie es ja aber sowieso nicht allzu sehr zu halten, wie in der
    Kommentarzeile erkennbar ist. Zugegeben, die vorhergehenden Kommentare sind wenig
    geistreich und erst recht nicht konstruktiv, geben jedoch keine Auskunft über die politische
    Gesinnung der Autoren. Da sie aber anscheinend den Hang dazu haben, jeden, der Kritik an
    ihnen und ihrer politischen Gesinnung üben möchte oder auch nur den Hauch eines
    Anzeichens gibt, einem anderen politischen Lager anzugehören als „links-grünen
    Dummschwätzer“ abzustempeln, haben sie wohl auch keine Probleme damit links-lehnende
    Personen als Terroristen zu bezeichnen oder ihre Leserschaft als Radikale („Antifanten“) zu
    beleidigen. Auch im Allgemeinen scheinen sie, wie von ihnen selbst geäußert, der
    Auffassung zu sein, „Linke“ seien allgemein hin sowieso „ja oft nicht so gebildet“. Mit
    dergleichen Äußerungen würde ich mich ja persönlich eher zurückhalten, bestünde meine
    Partei zu 50% aus Protestwählern und zu den anderen 50% aus pöbelnden
    Radikalen/unqualifizierten Abgeordneten. Würde sich die Afd weniger auf die „Rettung des
    Abendlandes“ und mehr auf weltpolitische Themen wie den Klimawandel fokussieren, würde
    der demographische Durchschnitt ihrer Partei eventuell auch mal unter 70 fallen. Ah ne,
    warten sie mal… die AfD leugnet ja den Klimawandel…Und sollten sie mir nun entgegnen,
    dass nur ein Teil der Partei den menschengemachten Klimawandel leugnet, so zeigt dies
    nur erneut den inneren Zwiespalt der in ihrer Partei herscht. Sollten sie vorhaben, diesen
    Kurs beizubehalten, so wird die AfD in Zukunft noch weniger eine tatsächliche Alternative
    darstellen als ohnehin schon. Indes zweifle ich nicht nur ihre Kritikfähigkeit an, sondern wage auch zu behaupten, dass sie geradezu ablehnend gegenüber der Opposition
    reagieren, was ihnen wohl , ähnlich wie Herrn Schweitzer vorgeworfen, ebenfalls verbietet,
    als konstruktives Mitglied im „politischen Tagesgeschehen“ zu bestehen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Franz Z.

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